Osimo

Entfernung von Sirolo: 15 km. Man fährt von Sirolo in Richting Autobahn A 14 (E55). Nach dem Ortsteil Coppo fährt man einige Kilometer weiter bis zur API- Tankstelle auf der linken Seite; nach zirka 1200 Metern fährt man nach rechts in Richtung Osimo, wie beschildert.

Das Gebiet, wo Osimo liegt, wurde von den Galliern belagert, die dort eine reiche Nekropole hinterlassen haben. Dann wurde es römische Verwaltung mit dem Namen Auximum, umstritten – Dank der strategischen Lage – zuerst zwischen Cäsar und Pompejus, später zwischen Byzantinern und Longobarden. Karl der Große schenkte Osimo der Kirche, aber die Stadt beanspruchte bis Ende des Mittelalters ihre Verwaltunsunabhängigkeit von den Päpsten. Am 10. November 1975 wurden hier die Nachkriegsabkommen, die sogenannten “Trattati di Osimo” mit Jugoslawien, unterzeichnet. Die besten Parkmöglichkeiten sind entweder auf dem großen gut beschilderten Parkplatz außerhalb der Stadtmauer, von wo aus ein Lift direkt in den Stadtkern führt, oder, immer außerhalb der Stadtmauer, bei Porta Vaccaro oder der drei Bögen, “Tre Archi”, von dort geht man zu Fuß weiter die Stadtmauer entlang. Auf der rechten Seite führt ein Weg zur fonte magna (großer Brunnen), wo Pompeo Magno seine Pferde tränken ließ. Man geht 200 Meter weiter, die Stadtmauer entlang und gelangt die Via Matteotti entlang in die Stadtmitte. Links ist die Chiesa di San Marco (Darin ist ein Gemälde vom Guercino). Weiter, am Dante-Platz, befindet sich Palazzo Campana, Sitz der Stadtbibliothek und das Stadtmuseum. Immer weiter, die Mazzini-Straße entlang, gelangt man zur Wallfahrtskirche von San Giuseppe da Cpertino (13. Jahrhundert), Patron der Stadt, Beschützer von Schülern und Studenten sowie der Flieger, seine Reste sind in der Krypta aufbewahrt. Danach kommt man am Theater Nuova Fenice vorbei, bevor man zur Piazza del Comune (Gemeindeplatz) kommt, schön umgeben von zahlreichen adligen Palazzi, davon der elegante Palazzo Municipale und daneben der Stadtturm. In der Eingangshalle des Gemeindepalastes kann man 12 römische Statuen, denen der Kopf abgeschlagen wurde, sehen. Der romanische Dom, dem Hl. Leopard gewidmet, ist gewiss ein Besuch wert. Der Hl. Leopard war der erste Bischof der Stadt und sein wundervoller Sarkophag ist in der eindrucksvollen Krypta aufbewahrt. Rechts vom Domeingang gelangt man zum Bischofspalast und immer auf demselben Hof befindet sich das Museo Diocesano, das sich einer reichen Sammlung an Kunstschätzen und sakralen Handwerksgegenständen rühmen darf. Außer dem Bischofspalast sollte man das Baptisterium, auch Kirche von San Giovanni genannt, besichtigen. Hier ist eine herrliche Bronxetaufschale aus dem Jahr 1627. Wenn man Osimo mit dem Auto in Richtung Macerata

verlässt, kommt man durch Padiglione, dann fährt man nach links zum Santuario della Madonna di Campocavallo Addolorata (Wallfahrtskirche der Schmerzensmutter von Campocavallo), majestätischer 44 Meter hoher Bau, Wallfahrtsort seit dem Wunder von 1892. Jedes Jahr findet hier am 1. August die “Festa del Covo”(Garbenfest) statt: die Bauern tragen nach der Ernte ihre Garben zur Wallfahrtskirche und bauen damit zu Ehren der Mutter Gottes eindrucksvolle Denkmäler. www.comune.osimo.an.it